====== KI verstehen: Grundlagen ====== ~~NOTOC~~
Was steckt hinter ChatGPT & Co.? Wie „lernt“ eine KI, wo liegen ihre Grenzen und warum gehört das Thema in den Unterricht? Diese Seite erklärt die Grundlagen kurz und verweist auf die Materialien des Schulentwicklungstags.
Künstliche Intelligenz ist ein Bereich der Informatik, der Maschinen und Software dazu befähigt, menschenähnliche Intelligenz und Fähigkeiten zu simulieren. Alles, was wir heute nutzen (ChatGPT, DALL·E, DeepL, Alexa), gilt als „schwache KI“: Die Systeme erfüllen eine bestimmte Aufgabe, ohne wirklich zu „verstehen“.
Textgenerierende KI ist ein künstliches neuronales Netz mit Eingabe-, Zwischen- und Ausgabeschicht. Es berechnet nach Wahrscheinlichkeiten das jeweils nächste passende Wort, ähnlich wie die Textvorschläge am Smartphone. Deshalb kann dieselbe Frage jedes Mal eine andere Antwort ergeben, und die Antwort hängt auch vom bisherigen Gespräch ab (→ Prompting).
Die KI wird mit riesigen Datenmengen trainiert (Gewichte werden eingestellt, richtige Antworten „gelobt“), mit Testdaten geprüft und mit neuen Daten weiter verbessert. Je besser und vielfältiger die Daten, desto besser das Ergebnis. Das GPT-Modell hinter ChatGPT wurde laut Handreichung des Landes mit rund 2 Terabyte Text trainiert.
Merksatz aus dem Workshop: Die KI erledigt etwa 80 % einer Aufgabe sehr gut, die letzten 20 % (Korrektur, Prüfung und Feinschliff) liegen bei uns. Antworten eines Sprachmodells dürfen nie ungeprüft übernommen werden.
KI in der Unterrichtsvorbereitung und im Unterricht einsetzen: Material erstellen, differenzieren, planen.
Lernende nutzen KI in Lerntools, zum Beispiel als Tutor, Schreibbuddy oder Ideengeber.
Funktionsweise, Chancen, Risiken und Ethik von KI zum Unterrichtsgegenstand machen.
Die Handreichung des Landes ergänzt das um das Dagstuhl-Dreieck. Danach sollte KI aus drei Perspektiven betrachtet werden, die zusammengehören:
| Perspektive | Leitfrage | Beispiel im Unterricht |
|---|---|---|
| Technologisch | Wie funktioniert das? | Warum sind die Antworten von ChatGPT manchmal fehlerhaft? |
| Anwendungsorientiert | Wie nutze ich das? | Mit welchen Eingaben erhalte ich besonders gute Ergebnisse? |
| Gesellschaftlich-kulturell | Wie wirkt das? | Welche Berufe und Tätigkeitsfelder profitieren von KI? |
Der Impulsvortrag zum Schulentwicklungstag startete mit einem Gedankenexperiment: Das Jahr 2030, intelligente Assistenzsysteme haben flächendeckend im Unterricht Einzug gehalten. Genannt wurden unter anderem:
Der Umgang mit KI fördert besonders diese Kompetenzbereiche aus dem KMK-Rahmen „Kompetenzen in der digitalen Welt“:
| Bereich | Bezug zu KI |
|---|---|
| K1 Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren | Informationsquellen und KI-Suchergebnisse kritisch bewerten |
| K3 Produzieren und Präsentieren | Inhalte mit KI weiterverarbeiten und in bestehendes Wissen integrieren |
| K4 Schützen und sicher Agieren | Risiken und Gefahren in digitalen Umgebungen kennen |
| K5 Problemlösen und Handeln | Digitale Lernmöglichkeiten bewerten, Funktionsweisen verstehen |
| K6 Analysieren und Reflektieren | Chancen und Risiken des Mediengebrauchs erkennen, eigenen Gebrauch reflektieren |
Der Einstieg in den Schulentwicklungstag: Tagesablauf, ein Blick ins Jahr 2030 und die Frage, wie sich Unterricht und Aufgabenformate durch KI verändern.
Ein praxisnaher Workshop mit vielen Erprobungsphasen: Er erklärt KI, ordnet sie im Bildungskontext ein und lässt direkt mit Chatbots, Bild-KI und Dokumenten arbeiten.
Eine kompakte Einführung: Wie funktioniert textgenerierende KI, wie formuliert man Prompts und Rollenbeschreibungen, und wie lässt sich fobizz im Unterricht nutzen?
Die offizielle Handreichung des Landes: verständliche Grundlagen, rechtliche Hinweise und viele Ideen für den Einsatz im Unterricht, am Beispiel ChatGPT.
Die Zusammenfassungen fassen die verlinkten Dokumente sinngemäß zusammen; maßgeblich sind die Originale. Prozessverantwortlich: Dennis Clausen, dennis.clausen@bbz-rd-eck.de